Training sozialer Kompetenzen nach PIKA® - Netzwerk Konflikthilfe e.V.

Prävention – Intervention – Konfliktbearbeitung – AntiGewaltTraining
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Training sozialer Kompetenzen nach PIKA®

Trainingsangebote

Angebote für Schüler/innen:

Training sozialer Kompetenzen nach PIKA® (AGT I)


Definition Soziale Kompetenz:

Soziale Kompetenz beschreibt die Fähigkeit eines Individuums sich in sein soziales Umfeld einzufinden und sich mit diesem auseinander zu setzen.


Soziale Kompetenz beruht im Wesentlichen auf folgenden fünf Teil-Kompetenzen:

  1. Selbstbewusstsein im Sinne des "über sich selbst bewusst zu sein", d.h. seine Stärken und Schwächen zu kennen und bereit sein sich mit diesen auseinander zu setzen, sich selbst vertrauen aber auch abgrenzen und die eigenen Interessen konstruktiv durchsetzen können.
  2. Einfühlungsvermögen (Empathie) ist der ehrliche Versuch, die Sichtweise und insbesondere Ziele und Bedürfnisse des Gegenübers zu begreifen und in das eigene Handeln mit einzubeziehen.
  3. Kommunikationsfähigkeit bedeutet sich ausdrücken, zwischen Sach- und Beziehungsebene trennen können und verstehen, dass der Gesprächspartner nicht unbedingt alles so versteht, wie es ursprünglich gemeint ist.
  4. Kooperationsfähigkeit baut auf den ersten drei Kompetenzen auf und meint die Fähigkeit zur konstruktiven und planmäßigen Zusammenarbeit im Hinblick auf ein gemeinsames Ziel.
  5. Konfliktfähigkeit im Sinne eines konstruktiven Umgangs miteinander, auch wenn die Handlungsintentionen entgegen gerichtet sind. Voraussetzung sind Toleranz und die Bereitschaft auf Gewalt zu verzichten.


Voraussetzungen für das Erlangen sozialer Kompetenzen sind:

  • Eine gute Wahrnehmung und die Fähigkeit, Regeln zu beachten.


Beide Fähigkeiten müssen je nach Stand der Klasse / Gruppe vorher mittels Interaktionsübungen trainiert werden.


Definition: Trainings sozialer Kompetenzen für Schüler/innen:
  • Ein über längere Zeit mit einer Klasse durchzuführendes systematisch aufgebautes Programm mit mindestens einer Stunde pro Woche, um die fünf sozialen Teil-Kompetenzen (Selbstbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit) bei den Schüler/innen zu entwickeln und zu fördern.
  • Soziale Kompetenz ist nicht angeboren, sie muss erlernt und trainiert werden.
  • Kinder und Jugendliche erhalten ihre soziale Kompetenz durch die Erziehung, durch Lernen an Modellen und Lernen durch Konsequenzen ihres Verhaltens. Dieses Training soll den Lernprozess unterstützen.

Standards:
  • Das Training muss systematisch aufgebaut sein und alle 5 Teil-Kompetenzen umfassen.
  • Zur Begleitung des Trainings soll ein Klassenrat eingeführt werden, welcher nach Abschluss des Trainings fortgeführt wird.
  • Ein Training sozialer Kompetenz umfasst mindestens 16 Schulstunden.




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