Mediation im Sozialen Bereich nach PIKA® - Netzwerk Konflikthilfe e.V.

Prävention – Intervention – Konfliktbearbeitung – AntiGewaltTraining
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Mediation im Sozialen Bereich nach PIKA®

Trainingsangebote

M e d i a t i o n


"Mediation" kommt aus dem Englischen und heißt auf Deutsch "Vermittlung". Als Fachbegriff bedeutet Mediation die professionelle Vermittlung durch eine ausgebildete Fachkraft in einer Konfliktsituation nach fachlichen Standards.


Eine Mediation durchführen heißt:
1.) den Konflikt als Chance zu begreifen
2.) grundsätzliche Dinge zu regeln


Ziele:

  • Unterstützung der Konfliktparteien durch einen Mediator / eine Mediatorin
  • Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln der Konfliktparteien
  • aktives Beteiligen an der Lösungsfindung


Inhalte:

  • Darstellung und Klärung der Konfliktpunkte (Sachlage)
  • Klärung und Würdigung der Emotionen, Perspektivenwechsel
  • Klärung und Ausgleich der Wünsche / Interessen

Bildquelle: PIXELIO
Bildquelle: PIXELIO

Anforderung zur Leitung von Mediationen:
  • Mediator/in mit einer vom Verein anerkannten Ausbildung
  • vertiefte Kenntnisse im entsprechenden Bereich

Standards für die Durchführung von Mediation in verschiedenen sozialen Bereichen:
  • Der (Mindest-) Umfang einer Mediation ist, je nach Fachgebiet, in dem sie angewendet wird, verschieden
  • zwischen Schüler/innen: 1 Std. (Vorgespräch mit Lehrer/in extra)
  • mit Täter-Opfer-Konstellation: 4 Std. (2 getrennte Vorgespräche, 1 gemeinsames Gespräch, Vorgespräch mit der zuweisenden Person z.B. Lehrer/in evtl. ein Folge- bzw. Kontrollgespräch)
  • in einer Familie bei internen Streitigkeiten (Stief-Verhältnisse usw.), 2 getrennte Vorgespräche, mindestens ein gemeinsames Gespräch (nicht länger als 90 Min. wegen Ermüdung). Falls die Eltern einen Konflikt haben, werden die Kinder nur in Ausnahmefälle als eigenständige Konfliktparteien betrachtet, da dies sie überfordert. Bei Jugendlichen ab 14 / 16 ist dies möglich
  • bei getrennten Eltern mit Konflikten um den Umgang, oft bis zu 10 Mediationen, da viele Sekundärkonflikte in den Umgang hineinwirken und / oder zumindest bewusst gemacht werden müssen
  • in Organisationen bei zwei Konfliktbeteiligten wie bei Täter-Opfer-Konstellation
  • bei drei oder mehr Konfliktbeteiligten, entsprechend mehr Vorgespräche, wahrscheinlich verschiedene Mediationsgespräche entsprechend der verschiedenen Konfliktlinien
  • in einem Gemeinwesen: Vorgespräche mit den (wichtigsten) Beteiligten, große Konfliktmoderation, Folgegespräche




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