Grundregeln zum Klassenrat nach PIKA® - Netzwerk Konflikthilfe e.V.

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Grundregeln zum Klassenrat nach PIKA®

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Die Einführung des Klassenrates:

Die Einführung des Klassenrats nach PIKA® erfolgt durch eine/einen darin ausgebildete/ ausgebildeten Klasselehrer/in. Die Einführung kann auf Wunsch durch eine Fachkraft des NETZWERK KONFLIKTHILFE e.V. begleitet oder geleitet werden und geschieht gewöhnlich in zwei Doppelstunden. In der ersten Doppelstunde wird der Klassenrat in der Klasse vorgestellt und erste Anliegen besprochen. Dann führt die ausgebildete Klassenlehrerin bzw. der betreffende Klassenlehrer weitere Klassenratssitzungen alleine durch. Bei Bedarf kann die Fachkraft dann noch einmal zu einer Klassenratssitzung dazu kommen und Fragen die sich ergeben haben, klären. Auch später kann eine Fachkraft des NETZWERKS KONFLIKTHILFE e.V. als Unterstützung für schwierige Situationen hinzugezogen werden.

Empfehlung:
Einen Klassenrat anhand eines schwierigen Problems einzuführen ist nicht ratsam. Die Schüler/innen sind dann einerseits durch das Problem angespannt und andererseits sollen sie eine neue Methode lernen. In dieser Situation wäre ein vorgeschaltetes oder zumindest begleitendes TsK nach PIKA® dringend zu empfehlen.


Grundregeln für die Durchführung eines Klassenrates:

  • Der Klassenrat tagt regelmäßig.
  • Zur Strukturierung des Gesprächs kann ein Redeball benutzt werden.
  • Der/die Moderator/in (Präsident/in) erteilt das Wort (den Redeball).
  • Bestehende institutionelle und gesellschaftliche Regeln können nicht verändert werden.
  • Der Klassenrat wird im Stuhlkreis nach festen Regeln durchgeführt.
  • Eine erwachsene Person leitet den Klassenrat bis die Kinder und Jugendlichen dazu selbst in der Lage sind.
  • Die Anliegen werden in der Regel über Eintrag in das Klassenratsbuch oder durch Sammeln von Nachrichten in einem Briefkasten zusammengetragen.
  • Der Klassenrat darf weder zum „heißen Stuhl“ (Konfrontation) noch zur Gerichtsverhandlung (Verurteilung) werden.
  • Wer angesprochen wird, ist aufgefordert als Nächste/r zum vorgetragenen Sachverhalt Stellung zu nehmen und bekommt deshalb unmittelbar den Redeball.
  • Intensive Zweier-Konflikte werden außerhalb des Klassenrats bearbeitet (Mediation, Konfliktsprechstunde etc.) und das Ergebnis wieder im nächsten Klassenrat bekannt gegeben und ggf. weiter bearbeitet.
  • Falls es in einer Konfliktbearbeitung zu keiner Einigung kommt oder getroffene Vereinbarungen nach wiederholtem Besprechen nicht umgesetzt werden, bestimmt der verantwortliche Erwachsene den weiteren Verlauf.
  • Die Ergebnisse der jeweiligen Klassenratssitzung werden im Ratsbuch festgehalten.

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